Flamme Empor

  

Joh. H. Chr. Nonne, 1814, gedichtet zum "Oktoberfeuer" am Jahrestage 
der Völkerschlacht bei Leipzig (Karl Gläser, 1791)

1. 
|: Flamme empor! :|
Steige mit loderndem Scheine
Von den Gebirgen am Rheine
|: Glühend empor. :|

2. 
|: Siehe, wir stehn :|
Treu im geweiheten Kreise,
Dich zu des Vaterlands Preise
|: Brennen zu sehn! :|

3. 
: Heilige Glut! :|
Rufe die Jugend zusammen,
Daß bei den lodernden Flammen
|: Wachse der Mut! :|

4. 
|: Auf allen Höhn :|
Leuchte, du flammendes Zeichen,
Daß alle Feinde erbleichen,
|: Wenn sie dich sehn!:|

5. 
|: Finstere Nacht :|
Lag auf Germaniens Gauen
Da ließ der Herrgott sich schauen,
|: Der uns bewacht! :|

6. 
|: Licht brich herein! :|
Sprach er, da glühten die Flammen,
Schlugen in Gluten zusammen
|: Über dem Rhein! :|

7. 
|: Und er ist frei! :|
Flammen unbrausen die Höhen,
Die um den Herrlichen stehen.
|: Jauchzt, er ist frei! :|

8. 
|: Stehet vereint, :|
Brüder! Und laßt uns mit Blitzen
Unser Gebirge schützen
|: Gegen den Feind. :|

9. 
|: Leuchtender Schein! :|
"Siehe, wir singenden Paare
Schwören am Flammenaltare"
|: Deutsche zu sein! :|

10. 
|: Höre das Wort! :|
Vater auf Leben und Sterben,
Hilf uns die Freiheit erwerben!
|: Sei unser Hort! :|

 



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