AUF IHR SCHLESIER


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wenn es nicht sofort spielt

1. 
Auf ihr Schlesier, laßt uns singen,
Stimmet an aus voller Brust,
Lasset Schlesiens Lob erklingen,
Seines Wertes uns bewußt!
Überall auf Gottes Erde
Mag es schön und herrlich sein,
Doch am liebsten bleibet immer
Uns die Heimat nur allein.

|: O Schlesien, o Schlesien,
Du geliebtes Land!
Teure Heimat, wo die Wiege
Uns'rer Kindheit stand. :|
Teure Heimat, wo die Wiege
Uns'rer Kindheit stand

2. 
Und die Schlesier mögen wandern
In die weite Welt hinein,
Doch ihr Ziel vor allen andern,
Wird zuletzt die Heimat sein,
Wo der Jugend schönste Träume
Uns gelächelt lieblich mild,
Wo uns tief im Herzen ruhet
Der Erinn'rung schönstes Bild.

3.
Auch die Schlesier werden halten
Fest zusammen alle Zeit,
Werden bleiben stets die Alten,
Treu und deutsch, in Ewigkeit!
Seine Heimat hat gepriesen,
Wer ein Herz im Busen trug;
Laßt auch uns die Heimat preisen
Noch im letzten Atemzug.

Ludolf Waldmann
(*30.06.1840 Hamburg †07.02.1919 Berlin)

 

Die alten Deutschen tranken noch eins

1.
Sitz' ich in froher Zecher Kreise
Und nehm das volle Glas zur Hand,
Trink' ich nach alter deutscher Weise
Und nippe nicht nur von dem Rand!
Die Väter haben uns gelehrt,
Wie man den vollen Humpen leert.
Refrain:
Denn die alten Deutschen tranken ja auch,
Sie lebten am Ufer des Rheins;
Und lagen auf der Bärenhaut
Und tranken immer noch eins.

2.
 Wer Bacchus und Gambrinus ehret,
Der lebt gar herrlich in der Welt,
Dieweil uns die Geschichte lehret,
Daß beide waren hochgestellt.
Der eine wohl ein König war,
Der andere ein Gott sogar.
Refrain:
Denn die alten Deutschen tranken ja auch,

3.
 Drum lasset uns die Becher heben
Und stimmet fröhlich mit mir ein;
Laß Bacchus und Gambrinus leben,
Sie solle hoch gepriesen sein.
Doch auch der Väter sei gedacht,
Auch ihnen sei dies Glas gebracht.
Refrain:
Denn die alten Deutschen tranken ja auch,

4. ?
von Unbekannt hinzugedichtet

Der Geist der biedern alten Deutschen
er lebt noch mächtig in uns fort
wie jene so auch wir stets streiten
für deutsche Sitte, deutsches Wort
So lang auch mag der Kampf bestehn
die Deutschen drin nicht untergehn
Denn die jungen Deutschen trinken auch eins
wie die Väter am Ufer des Rheins
Sie wehren sich um ihre Haut
und trinken immer noch eins
Noch eins, noch eins
aufs Wohl des Schulvereins