Als ein Bund für Deutschlands Einheit 

1.
Als ein Bund für Deutschlands Einheit,
für des Vaterlandes Kraft,
wuchs in Zucht und Geistesreinheit
uns're Deutsche Burschenschaft.
Ihre schwarz-rot-goldnen Fahnen
wehen heut' in Stadt und Land,
denn sie sollen ewig mahnen:
Ehre, Freiheit, Vaterland!

2.
Ehre ist des Menschen Würde.
Unantastbar steht sie fest.
Nur befleckt wird sie zur Bürde,
die nicht frei dich werden läßt.
Darum sei in deinem Handeln
lauter wie ein Edelstein,
daß dereinst, die nach dir wandeln,
folgen deines Vorbild's Schein.

3.
Freiheit gibt dem Geist die Stärke
und den Glanz des Sonnenlichts.
Ohne Freiheit sinken Werke
bodenlos ins dunk'le Nichts.
Echter Freiheit schlimmste Schande
sind das Unrecht und Gewalt,
weil im Zwangs- und Knechtsgewande
jede Menschlichkeit verhallt.

4.
Vaterland, das teure Trachten
nach der Einheit der Nation,
klingt auch denen, die verschmachten,
als ein liebvertrauter Ton.
Weder Grenzen noch Gewalten
können unser Vaterland
je mit List und Lüge spalten,
denn es bindet Blutes Band.

5.
Denkt der vielen dunk'len Nächte
die die Burschenschaft geseh'n!
Denkt an die Tyrannenmächte,
die gerüttelt am Besteh'n!
Nicht vergangen, nicht vergehend,
schwören wir mit Herz und Hand
fest zum deutschen Lande stehend:
Ehre, Freiheit, Vaterland!

Melodie: Meta Freihofer 1995
Text: Jürgen Borgwardt 1984
Burschenschaft Germania Königsberg zu Hamburg 1957
Burschenschaft Gothia Königsberg zu Göttingen

 

Dieses Werk, eine Neudichtung, ist das Siegerstück im Liederwettbewerb der Deutschen Burschenschaft von 1984. Die Neuschöpfungen sollten zum Anlass des Tages der Deutschen Einheit am 17. Juni geschrieben werden und sich mit dem Themenkreis "Freiheit, Heimat und Vaterland" befassen.